Das chemische Element Cadmium besitzt die Ordnungszahl 48 und das Elementsymbol Cd. Es zählt zu den Übergangsmetallen, auch wenn es durch seine chemische Form eher den Erdalkalimetallen Ähnelt.

1817 wurde es von den Wissenschaftlern Friedrich Stromeyer und Carl Samuel Hermann unabhängig voneinander in verunreinigtem Zinkcarbonat entdeckt und in den folgenden einhundert Jahren nur in Deutschland gewonnen. Es wurde nach dem griechischen Wort „kadmeia“ für Galmei, was ebenfalls Zinkcarbonat bezeichnet, benannt und fand zu Beginn aufgrund seiner Giftigkeit nur in der Medizin Verwendung, die Cadmium als Mittel gegen Schwellungen und Beulen einsetzte. Der Physiker Enrico Fermi verwendete dann 1942 Cadmiumstäbe beim Betrieb des weltweit ersten Atomreaktors, die durch Hinein- und Herausschieben die Kettenreaktion kontrollieren konnten.

Cadmium ist ein sehr seltenes Metall und wurde bisher nur an zwei Orten gediegen, also in reiner Form, gefunden: im Wiljui-Becken in Jakutien und im Bundesstaat Nevada der USA. Meist tritt es in Erzen wie Greenockit und Otavit auf, die aber nicht abbauwürdig sind, da es keine geeigneten großen Lagerstätten davon gibt. Cadmium wird daher vor allem als Nebenprodukt der Zinkverhättung gewonnen. Es ist ein weiches, hämmerbares und duktiles Metall, das silbern glänzt und an der Luft durch Oxidation eine dunkle Oberfläche bildet.

Durch seine hohe Giftigkeit wird Cadmium immer seltener verwendet. So wird es beispielsweise als Rostschutz für Eisen, als Bestandteil in niedrigschmelzenden Legierungen und zur Herstellung von Halbleitern genutzt. Es wurde teilweise auch für Schmucklegierungen verwendet, doch seit Dezember 2011 ist es in der Europäischen Union verboten, Cadmium als Bestandteil in Schmuck, von Lötlegierungen oder PVC einzusetzen.