Chrom ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 24 und dem Elementsymbol Cr. Es zählt zu den Übergangsmetallen und geht Verbindungen ein, die verschiedene Farben haben und deshalb gern als Pigmente in Farben und Lacken genutzt werden.

Bereits 1761 wurde Chrom durch Johann Gottlieb Lehmann entdeckt, der das Element aber falsch klassifizierte. Auch bei einem Fund im Jahre 1770 wurde Chrom noch nicht als neues Element erkannt, erst 1797 entdeckte Louis-Nicolas Vauquelin den neuen Stoff, den er Chrom  (von griech. „chroma“ für Farbe) nannte, da seine Salze in verschiedenen Oxidationsstufen verschiedene Farben ausbilden. Im 19. Jahrhundert wurden Chrom und Chromverbindungen dann auch hauptsächlich als Farbpigmente und in der Chromgerberei genutzt. Im 20. Jahrhundert kam die Nutzung in korrosions- und hitzebeständigen Legierungen noch hinzu, was man Verchromen nennt.

Im Urzustand ist Chrom ein hartes Metall, das eine silberweiße Farbe aufweist und korrosions- und anlaufbeständig ist. Man kann das zähe Metall schmieden und formen. Es nimmt sehr schnell Sauerstoff aus der Luft auf und reagiert mit ihm. Chrom(IV)-Verbindungen sind äußerst giftig und krebsauslösend, da sie die DNS schädigen.

Chrom und Chromverbindungen werden heute in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Bei der Hartverchromung wird eine bis zu 1mm dicke Verschleißschutzschicht durch ein galvanisches Verfahren direkt auf den zu schützenden Stoff aufgebracht, beispielsweise auf Stahl, Gusseisen oder Kupfer. Die Dekorverchromung macht sich das glänzende Aussehen von Chrom zunutze und veredelt nahezu alle Oberflächen, so auch Kunststoffe, die dann aussehen, als ob sie aus Metall bestünden. Chrom wird auch als chemischer Katalysator genutzt, um Reaktionen zu ermöglichen oder zu beschleunigen und auch zur Herstellung von Leder wird Chrom verwendet, was man dann Chromgerbung nennt. Chromverbindungen können Farben von Gelb über Braun, Orange, Rot und Grün bis hin zu Schwarz ergeben.