Gedenkmünzen sind Münzen, die entweder durch ein Motiv oder durch eine Inschrift an ein bestimmtes denkwürdiges Ereignis erinnern oder einer bedeutenden und bekannten Persönlichkeit in Erinnerung gewidmet sind. In vergangenen Zeiten waren Gedenkmünzen oft mit dem Konterfei eines Herrschers oder dessen Familie versehen. Andere Themen, auf die die Münzen Bezug nahmen, waren staatspolitische Themen. Diese konnten Hochzeiten, Todesfälle oder Kriege und Thronjubiläen sein. Damit hatten Gedenkmünzen in der Vergangenheit auch eine Propagandafunktion, welche zur Formung von Sichtweisen oder dem Steuern von Verhaltensweisen durch Manipulation dienten. Heute werden Gedenkmünzen zumeist als Sammlermünzen geprägt. Sammlermünzen sind jene Münzen, die zum Zweck des Sammelns geprägt werden und teilweise mit einem hohen Aufpreis auf den Metallwert verkauft werden. Sammlermünzen werden oftmals aus Edelmetallen, wie beispielsweise Silber oder Gold, geprägt.

Auch wenn Gedenkmünzen zum Zweck des Gedenkens geprägt werden, könnten diese Münzen per Definition als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Allerdings ist die Umlauffähigkeit dieser Münzen in den meisten Fällen nur theoretischer Natur, da Gedenkmünzen in den häufigsten Fällen mindestens ein Merkmal der folgenden Merkmale aufweisen: Der Nennwert einer Gedenkmünze kann sich für den allgemeinen Zahlungsverkehr als unpraktisch erweisen, da die Münzen dem Großteil der Bevölkerung auch unbekannt sein können oder die Münzen können zu einem viel höheren Preis als dem Nennwert herausgegeben worden sein, womit dem Besitzer beim Bezahlen mit einer Gedenkmünze ein finanzieller Schaden entstehen würde. Eine bekannte deutsche Gedenkmünze ist die 100€-Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland. Diese Münze wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum Bezahlen in Umlauf gebracht werden. Anders ist es bei den Zwei-Euro-Gedenkmünzen, welche seit dem Jahr 2006 in einer Auflage von 30 Millionen Stück speziell für den Umlauf geprägt werden und sich dementsprechend auch im Umlauf befinden.