Immer wieder kommt es zu Funden sogenannter Nuggets. Dies sind Klumpen aus Platin oder Gold, die durch die natürliche Erosion entstanden sind. In Flüssen wird goldhaltiges Gestein durch den Strom abgetragen und es kommt zu großen Goldansammlungen, die als Nuggets bezeichnet werden. Sie sind gewöhnlich nicht größer als ein Korn, daher erregt der Fund größerer Nuggets immer einiges Aufsehen.

Holtermann Nugget
Das größte jemals entdeckte Goldnugget wurde von dem Deutschen Bernhardt Otto Holtermann entdeckt. Dieser war 1858 nach Australien emigriert, um dem Wehrdienst zu entgehen, und gründete dort die Star of Hope Mining Company, ein Bergbau-Unternehmen, das seine Arbeit zuerst in New South Wales begann. Einige Jahre nach Beginn stellte sich der erste Erfolg ein. Am 19. Oktober 1872 wurde das bisher größte Nugget mit einer Länge von 1,5 Metern und einem Gewicht von 215 Kilogramm in der Nähe von Hill End gefunden. Holtermann hatte das Stück zwar nicht persönlich gefunden, dennoch wurde es später nach ihm benannt. Der Verkauf des Stückes bescherte ihm großen Reichtum, den er in sein Unternehmen investierte.

Welcome Nugget
Ein anderer großer Fund gelang einer Gruppe von Minenarbeitern am 9. Juni 1858 im australischen Ballarat (Bundesstaat Victoria). Das Welcome Nugget war etwa 50 Zentimeter lang und hatte ein Gewicht von 68 Kilogramm. Besonders auffällig war seine Form, die einem Pferdekopf ähnlich war. Benannt wurde es von Richard Jeffrey, der zu der Gruppe von Männern gehörte, die das Stück gefunden hatten. Das Welcome Nugget, das im Besitz der Red Hill Mining Company war, wurde später an einen britischen Münzenhersteller verkauft. Heute existieren Nachbildungen des Fundes in verschiedenen australischen Museen.

Carson Hill Nugget
Ein sensationeller Fund gelang auch den Goldschürfern im kalifornischen Carson Hill am 29. November 1854, während der Zeit des Goldrausches. Der sogenannte Carson Hill Nugget hatte ein Gewicht von 1.296 Unzen und war bis dato das größte gefundene Nugget in Amerika. Ursprünglich war es geplant, den Fund nach New York zu bringen und für eine hohe Summe zu verkaufen. Auf dem Weg dorthin erhielt Perkins, der Finder, jedoch ein Angebot eines Goldhändlers aus New Orleans über 40.000 Dollar. Perkins nahm das Angebot an und verschwand mit dem Geld an die Ostküste.

Nuggetfunde in Deutschland
Auch in Deutschland wurden bereits Goldnuggets gefunden. Ein großes Exemplar wurde 2004 von dem Rentner Heinz Martin im thüringischen Schwarzatal entdeckt, als dieser mit dem Fahrrad durch einen Bach fuhr. Der Fluss Schwarza ist bekannt für sein Goldvorkommen und sorgte schon früher für Goldfunde. Das Nugget hatte ein Gewicht von 9,6 Gramm. Die Echtheit des Nuggets wurde von einem Geologen bestätigt. Es handelt sich um den zweitschwersten Fund Deutschlands, der in der Umgebung ein regelrechtes Goldfieber verursachte. Dies führte zur Entdeckung des schwersten Goldnuggets, der auch aus dem Schwarzatal stammt und ein Gewicht von 10,2 Gramm hat.