Gondogold ist Gold, das aus einer Goldmine des Schweizer Bergdorfes Gondo (deutsch: Ruden) stammt. Der Ort Gondo gehört zu der Gemeinde Zwischbergen und ist nicht nur für das Gondogold, sondern auch aufgrund eines tragischen Erdrutsches im Jahre 2000 bekannt geworden. Bei dem Abrutschen einer Hangmure verloren 13 Menschen ihr Leben.

Gold wurde in Gondo schon während der Zeit der Römer gesucht, wobei die Goldminen Gondos erst durch Kaspar Jodok von Stockalper eine echte Blüte in den Jahren 1660 bis 1691 erfuhren. Allerdings mussten die Goldminen von Gondo am 17. Mai des Jahres 1897 Konkurs anmelden und in der Folgezeit gerieten die Mienen dann in Vergessenheit. Nachdem eine Analyse aus dem Jahre 1980 ergeben hatte das die Erze der Bergwerke  zu wenig Gold für einen industriellen Bergbau beinhalteten, wurde keine erneute industrielle Förderung von Gold in Betracht gezogen.

Dafür gelten die Goldminen von Gondo heute als eine der Touristenattraktionen des Schweizer Ortes, der sonst von dem Handel mit den Produkten Benzin und Tabak lebt. Die Goldminen von Gondo werden derzeit durch einen Verein gefördert, der auch private Führungen in den Mienen anbietet, welche allerdings nur nach vorheriger Anmeldung durchgeführt werden.

Das Gondogold erlangte unter anderem auch in Form einer Münze Bekanntheit. Im Jahre 1897 wurden 29 Goldvreneli Münzen, die als die bekanntesten Goldmünzen der Schweiz gelten, aus Gondogold geprägt. Diese Münzen waren durch ihre besondere Farbgebung des Gondogoldes charakterisiert, welches heller als „normales“ Gelbgold ist. Die ungewöhnliche Farbe von Gondogold ergibt sich aus einem geringen Anteil von Kupfer und Silber im Gondogold.