Als Hüftgold bezeichnet man umgangssprachlich und scherzhaft ein kalorienreiches Nahrungsmittel oder auch ein Fettpolster im Hüftbereich. Wahrscheinlich leitet sich die Bezeichnung von der zugeschriebenen Eigenschaft von Gold ab, besonders (wert)beständig zu sein. Demnach verschwindet ein einmal ausreichend angelegtes Hüftgoldpolster nicht mehr so schnell und es braucht Anstrengung, um es wieder loszuwerden. Die Bedeutung könnte aber auch aus der Zeit des Barock stammen oder von den Schönheitsidealen nicht-westlicher Kulturen beeinflusst sein, wonach wohlgenährte Menschen als besonders attraktiv galten und ein dicker Mensch als wohlhabend und gesund angesehen wurde. Gerade in dieser Zeit war Übergewicht ein seltenes körperliches Merkmal und deshalb wahrscheinlich auch besonders wertvoll und begehrenswert. Heute dürfte Hüftgold das wohl einzige Gold sein, das wertlos ist und niemand gern besitzt.