Der Stadtteil Johannstadt, benannt nach dem König Johann (1801 bis 1873), gehört zu den Vorstädten der barocken Landeshauptstadt Dresden.

Heute ist die Johannstadt dem Ortsamtsbereich Altstadt zugeordnet und in Johannstadt-Nord und in Johannstadt-Süd geteilt. Die Johannstadt, die im Norden durch die Elbe begrenzt wird, im Osten an Blasewitz, im Süden an die Seevorstadt und den Großen Garten und im Westen an die Pirnaische Vorstadt grenzt, ist vor allem durch das Universitätsklinikum „Carl Gustav Carus“ bekannt. Dieses ging aus der im Jahre 1954 gegründeten Medizinischen Akademie Dresden hervor und ist heute das größte Krankenhaus der Stadt Dresden. Weiterhin liegt auch das Krankenhaus St. Joseph-Stift im Süden der Dresden Johannstadt. Heute sind in diesem Stadtteil Dresdens Plattenbauten die vorherrschenden Bauten. Diese stammen noch aus der Zeit der DDR, als man mit der Plattenbauweise schnell Wohnraum erschaffen wollte. Nach der politischen Wende wurden zahlreiche der Plattenbauten renoviert und bestimmen, wie beispielsweise der Wohnkomplex Johannstadt-Süd, das Stadtteilbild. Dieser Komplex wurde zwischen den Jahren 1969 und 1971 unter der Leitung der Architekten Horst Linge, Siegmar Schreiber und Udo Fehrmann erbaut.

Der gesamte Komplex beinhaltet heute einige zehngeschossige und einige fünfgeschossige Wohnbauten, die insgesamt 2523 Wohnungen für die Dresdner Bürger zur Verfügung stellen. Ein weiterer Wohnkomplex, der Wohnkomplex Johannstadt-Nord, entstand zwischen 1972 bis 1975 und unter der Leitung der Architekten Siegmar Schreiber, Horst Linge und Kurt Röthig. Der aus 15-geschossigen Wohnhäusern sowie zehngeschossigen Bauten bestehende Komplex stellt insgesamt 3800 Wohnungen für die Bürger der Stadt zur Verfügung. Neben den zahlreichen und besonders auf Wohnungsbau ausgerichteten Bauten existieren in Johannstadt zudem zahlreiche denkmalgeschützte Bauwerke. Zu diesen gehören unter anderem der Artushof, die Herz-Jesu-Kirche, die ehemalige Sozialversicherungsanstalt, das Haus der Sparkasse Dresden, die Villa Würzburger sowie das Walderseeschlösschen.  Da die Johannstadt im Norden unmittelbar durch die Elbe begrenzt wird, gehören auch sehr gut ausgebaute Teile des Elberadwegs zu diesem Stadtteil. Außerdem findet unterhalb der Carolabrücke, welche die Johannstadt mit der Dresdner Neustadt verbindet, regelmäßig der Dresdner Flohmarkt statt.

Mit seiner Mischung aus modernen Wohnbauten und historischer Substanz sowie der unmittelbaren Nähe zur Innenstadt und den Naherholungsmöglichkeiten an den Dresdner Elbwiesen gehört Johannstadt zu den beliebten Stadtteilen der Stadt Dresden, von dem aus alle zentralen und sehenswerten Einrichtungen der Stadt Dresden in wenigen Minuten zu Fuß, entlang der Elbe, mit der Straßenbahn oder auch mit dem Auto zu erreichen sind.