Als Juwel bezeichnet man einen geschliffenen Edelstein. Erst durch einen guten Schliff offenbart ein Edelstein seine volle Brillanz und Leuchtkraft und kann in einem Schmuckstück verwendet werden. Im Vergleich zu einem ungeschliffenen Stein steigt dadurch der materielle und ideelle Wert um ein Vielfaches. Vor allem die Edelsteine Diamanten, Rubine, Saphire und Smaragde zählen zu den bekanntesten Juwelen. Es gibt drei Arten, nach denen ein Edelstein geschliffen werden kann. Der Glattschliff soll vor allem bei undurchsichtigen Steinen eine kantenlose Oberfläche hinterlassen, die ein lebhaftes Farbenspiel der Maserungen und Flecken erzeugt.

Der Facettenschliff hingegen sorgt bei durchsichtigen Steinen dafür, dass das eintretende Licht vielfältig gebrochen, reflektiert und aufgespalten wird und so ein bestimmtes „Feuer“ entsteht. Der gemischte Schliff schließlich vereinigt Glatt- und Facettenschliff. Viele wertvolle und bedeutende Juwelen finden sich auch in den zahlreichen Schmucksammlungen der Königshäuser. Diese werden dann als Kronjuwelen bezeichnet.