Der seit dem Jahre 1921 zum Ortsamtsbereich Leuben gehörende Stadtteil Laubegast ist direkt am Ufer der Elbe und somit in der Kulturlandschaft Dresden Elbtal gelegen und verfügt auch heute noch über einen dörflich-romantischen Charakter. Laubegast hat, wie auch die meisten anderen Dresdner Stadtteile, eine sehr gute Verkehranbindung. Es verkehren sowohl zwei Straßenbahnlinien als auch eine Buslinie von Laubegast aus in die Dresdner Innenstadt; innerhalb von 30 Minuten findet man sich entweder inmitten der Stadt Dresden oder aber direkt in Laubegast wieder.

Urkundlich wurde das einstige Fischerdorf das erste Mal im Jahre 1408 als „Lubegast“ erwähnt. Während zu Beginn Bauern das Bild des Ortes prägten, kamen später auch Handwerker und Strohflechter in den Ort. Aus Laubegast stammt auch der berühmte Laubegaster Zwirn, der im 18. Jahrhundert als der beste Zwirn Sachsens galt und unter anderem auf der berühmten Leipziger Messe feil geboten wurde. Neben den Arbeitern siedelten sich in Laubegast auch mehr und mehr Adlige und gut betuchte Bürger an, die zahlreiche Landgüter und Villen errichten ließen. Unter diesen Bauherren war auch Richard Hartmann, besser bekannt als der Chemnitzer „Lokomotivenkönig“.

Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Laubegast zu den beliebten Ausflugszielen der Bürger; Laubegast verfügte über eine eigene Dampferanlegestelle sowie über zahlreiche einladende Gasthäuser. Auch eine Schiffswerft sollte das Bild des Ortsteils prägen. 1897/98 erfolgte die Verlegung der Schiffswerft Blasewitz von Blasewitz nach Laubegast. Während der Zeiten der DDR wurde auch dieser Betrieb verstaatlicht, ging aber nach der politischen Wende zurück in den Privatbesitz, musste aber 2000 Insolvenz anmelden. Seit 2000 existiert in Laubegast die neu gegründete Schiffswerft Laubegast AG.

Neben industriellen Bauten sind aber auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten und unter Denkmalschutz stehende Gebäude in Laubegast zu besichtigen. Dazu zählt neben dem Volkshaus Laubegast auch die berühmte Villa Hartmann. Die Villa Hartmann steht unmittelbar am Laubegaster Ufer und gilt heute bis weit über die Stadtgrenzen von Dresden hinaus als eine der besonders gelungenen Gründerzeitvillen der Stadt Dresden.

Laubegast zählt mit seinem dörflichen Charme und seinen zahlreichen denkmalgeschützten Häusern zu einen der schönsten und unmittelbar an der Elbe gelegenen Stadtteilen von Dresden. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung ist man nicht nur mit dem Auto, Bus oder Bahn, sondern auch mit dem Rad, wenn man den Elberadweg entlang des Flusses wählt, schnell in der Dresdner Innenstadt.