Da der Feingehalt von Schmuck oder Münzen nur durch Laborverfahren genau bestimmt werden kann, dient Schmuckhändlern oder Goldschmieden eine Strichprobe als optisches Vergleichsverfahren. Dabei wird das zu untersuchende Stück über einen Prüfstein gestrichen, sodass sich eine Kleinstmenge des Stoffes abträgt. Dadurch wird der Gegenstand nicht wesentlich beschädigt. Zum optischen Vergleich wird mit einer genormten Prüfnadel daneben ein Strich gezogen, um das Aussehen zu vergleichen. Darüber hinaus kann der Strich auch mit verschiedenen Probeflüssigkeiten bearbeitet werden. Auf diese Weise lässt sich der Feingehalt relativ genau auf zehn bis zwanzig Tausendstel unterscheiden.