Als Volatilität und insbesondere als implizite Volatilität bezeichnet man am Finanz- und Börsenmarkt eine Kennzahl, die als Maß für die am Markt zu erwartende Schwankungsbreite des Basiswertes eines Handelsgegenstandes interpretiert wird. Das heißt, die Volatilität gibt die durchschnittlichen Kursschwankungen einer gehandelten Ware an.

Bei der historischen Volatilität wird aus historischen Kursen der Basispreis berechnet, die implizite Volatilität hingegen wird durch die aktuellen Preise bestimmt. In turbulenten Börsenzeiten ist die Volatilität dementsprechend relativ hoch, während sie in stabilen Zeiten, also vor allem bei steigenden Aktienkursen, sinkt. Volatilitätswerte werden von Organisationen berechnet und dann als Indizes herausgegeben, womit das Börsengeschehen nachvollziehbar wird und auch das Ankaufs- und Anlagerisiko einer gehandelten Ware bestimmt wird.

Die Indizes für den deutschen Börsenmarkt sind VDAX und VDAX-NEW, für den Schweizer Aktienmarkt VSMI und VLEU, für den Aktienindex von Standard & Poor’s 500 ist es der VIX und zum Aktienindex Dow Jones Euro Stoxx 50 gehört der VSTOXX. Gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen wird sich gern auf Gold als eine beständige und stabile Wertanlage besonnen. Dementsprechend ist in Krisenzeiten die Nachfrage auf dem Weltmarkt nach Gold besonders hoch, was wiederum den Goldpreis ansteigen lässt. Wenn in Krisenzeiten dann auch nur kleinste Kursschwankungen stattfinden, kann das den Volatilitätsindex von Gold entscheidend erhöhen. Doch auch wenn Gold in Krisenzeiten Schwankungen unterliegt und damit streng genommen risikobehaftet ist, ist es auf lange Sicht gesehen doch wertbeständig und stabil.